Handbuch
Einrichtung und erste Schritte
Der Einstieg für alle, die Fonkontor selbst einrichten. Ausführliche Kapitel für Filialen, Warteschlangen und Sonderfälle folgen nach und nach.
1. Der Einrichtungsassistent
Nach der Installation öffnen Sie http://pbx.local. Solange die Anlage nicht eingerichtet ist, erscheint der Assistent:
- Konto: Einrichtungsschlüssel, E-Mail und Passwort (mindestens 10 Zeichen). Das ist das Betreiber-Konto mit allen Rechten.
- Firma: Name und Rufnummern – einzelne Nummern oder ein Rufnummernblock mit Durchwahlen.
- Anbieter: Vorlage wählen, Zugangsdaten eintragen. Die Anlage meldet sich testweise an.
- Netzwerk: Die Anlage ermittelt ihre öffentliche Adresse und prüft die Erreichbarkeit.
- Nebenstellen: mehrere auf einmal anlegen, etwa „10 Stück ab 100“. Rufnummern ordnet die Anlage nach Ihrem Plan zu.
- Abschluss: Statusampel und Testanruf.
Danach empfehlen wir, unter Mein Konto einen zweiten Faktor einzurichten (Authenticator-App oder Passkey).
2. Den Telefonanbieter verbinden
Fonkontor telefoniert über einen SIP-Anschluss Ihres Anbieters. Für Telekom (auch CompanyFlex), sipgate, easybell, Placetel und 1&1 gibt es Vorlagen: Registrar, Port, Verschlüsselung und Sprachformate sind vorbelegt, Sie tragen nur die Zugangsdaten ein. Alle Werte bleiben änderbar.
Haben Sie keinen SIP-Zugang, kann eine vorhandene FRITZ!Box vermitteln: Fonkontor meldet sich dort wie ein Telefon an. Eine Leitung kann beliebig viele Rufnummern tragen, und jede Nummer bekommt ihr eigenes Ziel – Nebenstelle, Gruppe, Warteschlange oder Sprachmenü.
3. Telefone anschließen
Tischtelefone von Yealink, Snom und Grandstream holen sich ihre Einstellungen selbst. Tragen Sie das Gerät mit MAC-Adresse (steht auf dem Aufkleber) und Hersteller unterGeräte ein und ordnen Sie es einer Nebenstelle zu. Dann braucht das Telefon nur noch die Adresse der Anlage:
| Hersteller | Adresse für die automatische Einrichtung |
|---|---|
| Yealink | http://<IP der Anlage>/prov/yealink |
| Snom | http://<IP der Anlage>/prov/snom/{mac}.xml |
| Grandstream | http://<IP der Anlage>/prov/grandstream |
Die Adresse kommt entweder vom DHCP-Server im Netz (Option 66) oder wird im Telefon eingetragen. Läuft die Oberfläche auf Port 8090, gehört er in die Adresse. Dass Telefone die Anlage im Netz ganz von selbst finden, ist in Vorbereitung. Tasten mit Besetztlampe für die Kollegen belegt die Anlage bei Yealink und Snom automatisch.
4. Router und Netzwerk
- Feste Adresse: Geben Sie dem Gerät im Router eine feste IP-Adresse, damit Telefone es immer finden.
- Öffentliche Adresse: Die Anlage ermittelt sie selbst und prüft bei wechselnder Adresse alle fünf Minuten nach. Ein DynDNS-Name hat Vorrang und ist bei wechselnder Adresse die robusteste Lösung.
- Nur im Haus telefonieren: Dafür ist keine Portfreigabe nötig.
- Telefone und Apps außer Haus: Freigaben nur für den SBC, sieheStandorte und SBC.
- Filialen: Tunnel mit Router-Datei, sieheFilialen.
5. Kurzwahlen am Telefon
| Wählen | Wirkung |
|---|---|
| 9196 | Echotest – Sie hören sich selbst |
| *97 | Eigenen Anrufbeantworter abhören |
| *98 | Anderes Postfach abhören (mit Postfach-Nummer) |
| *78 / *79 | Nicht stören ein / aus |
| *21<Ziel># / *21# | Immer umleiten / Umleitung aufheben |
| *30<n> / *30 | Präsenzprofil n wählen / zurück auf „Verfügbar“ |
| *8 | Klingelnden Anruf in der eigenen Gruppe heranholen |
| **<Nr> | Anruf einer bestimmten Nebenstelle heranholen |
| ## / *2 | Im Gespräch: direkt weiterverbinden / mit Rückfrage |
| 700 / 701–720 | Anruf parken / geparkten Anruf zurückholen |
| 801–809 | Konferenzräume |
| *0XX / *1XX | Firmen-Kurzwahl / persönliche Kurzwahl |
| *55 / *56 | Hot Desking: an fremdem Telefon anmelden / abmelden |
| *50 / *51 | Agent an Warteschlangen an/ab / Pause an/aus |
| *90<Nr> / *91<Nr> | Gegensprechen / Durchsage |
| 0 + Rufnummer | Nach draußen telefonieren |
| 110 / 112 | Notruf – immer möglich, ohne Amtsholung |
6. Häufige Fehler
Gespräche nach draußen sind einseitig stumm
Meist kennt die Anlage ihre öffentliche Adresse nicht oder der Router verändert die Telefonie-Pakete. Seite „Netzwerk“ öffnen, öffentliche Adresse prüfen lassen und im Router die Funktion „SIP-ALG“ ausschalten, falls vorhanden. Bei wechselnder Adresse einen DynDNS-Namen eintragen.
Der Anbieter steht auf Rot
Der Assistent zeigt den Grund in Klartext. Häufig sind es Tippfehler in Benutzername oder Passwort, ein falscher Registrar oder eine noch nicht freigeschaltete Rufnummer. Die Vorlage füllt die technischen Werte aus; Zugangsdaten stehen in den Unterlagen Ihres Anbieters.
Ein Telefon holt sich keine Einstellungen
Prüfen Sie, ob MAC-Adresse und Hersteller in der Geräteliste stimmen und das Gerät einer Nebenstelle zugeordnet ist. Die Adresse für die automatische Einrichtung bekommt das Telefon entweder vom DHCP-Server (Option 66) oder von Hand im Telefon eingetragen. Die FRITZ!Box kann Option 66 nicht setzen – dort die Adresse im Telefon eintragen.
Einrichtungsschlüssel verloren
Er steht in der Datei .env im Installationsverzeichnis (Vorgabe /opt/fonkontor) und lässt sich als Administrator mit „sudo grep EINRICHTUNG /opt/fonkontor/.env“ anzeigen. Er gilt nur, solange noch kein Betreiber-Konto angelegt ist.
pbx.local wird nicht gefunden
Manche Netze oder ältere Windows-Rechner lösen .local-Namen nicht auf. Dann die IP-Adresse verwenden, die der Installer am Ende anzeigt oder die Ihr Router für das Gerät vergeben hat.
Nicht dabei? Support-Anfrage stellen – mit Support-Paket oder einmalig nach Aufwand.